Unfall­versicherung

Weil das Leben nicht in Watte gepackt ist

9 Millionen Unfälle pro Jahr, 70 % davon in der Freizeit – wo die gesetzliche Unfallversicherung nicht greift. Die private Unfallversicherung zahlt Kapital für Reha, Umbau und Anpassung des Lebens, eine Rente bei schwerer Invalidität und schützt rund um die Uhr.

9 Millionen Unfälle pro Jahr, 70 % davon in der Freizeit – wo die gesetzliche Unfallversicherung nicht greift. Die private Unfallversicherung zahlt Kapital für Reha, Umbau und Anpassung des Lebens, eine Rente bei schwerer Invalidität und schützt rund um die Uhr.

Worum es geht

Alle vier Sekunden ein Unfall

Pro Jahr ereignen sich in Deutschland rund 9 Millionen Unfälle – 70 % in der Freizeit, 30 % im Beruf. Statistisch passiert alle vier Sekunden einer. Die gesetzliche Unfallversicherung schützt nur bei der Arbeit, in Schule und Kindergarten und auf dem direkten Weg dorthin. Beim Sport, im Haushalt, im Urlaub: nichts.

Die private Unfallversicherung mindert die finanziellen Folgen einer körperlichen Schädigung durch einen Unfall – 24 Stunden täglich, bei allen Aktivitäten des täglichen Lebens, auch während der Arbeitszeit. Ein Unfall liegt vor, wenn die versicherte Person durch ein plötzlich von außen auf den Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet.

Aus der Praxis

Reale Schadenbeispiele

Sturz von der Leiter

Herr W. reinigt die Dachrinne, verliert das Gleichgewicht: beide Arme gebrochen, Rückenmark verletzt, vom Becken an gelähmt. Die Unfallversicherung übernimmt einen Großteil der Reha, die Invaliditätssumme sichert den Hausumbau, die Unfallrente verhindert finanzielle Einschnitte.

LeistungKapital + Rente

Fahrradunfall mit 5

Zum Geburtstag ein Fahrrad, die abschüssige Straße hinunter, gegen ein parkendes Auto. Tiefe Schürfwunden, das Gesicht bleibt entstellt. Die Kasse zahlt keine OP, weil medizinisch nicht nötig – die Unfallversicherung übernimmt die kosmetische Operation.

Kosmetische OPgedeckt

Lawine

Frau K., leidenschaftliche Skifahrerin, wird von einer Lawine verschüttet – jede Hilfe kommt zu spät. Die Todesfallleistung der Unfallversicherung deckt zumindest die Beerdigungskosten.

TodesfallSumme

Autounfall

Herr S. verliert beide Beine. Rollstuhlrampe, breitere Türen, Treppenlift: 40.000 €. Ein behindertengerecht umgebauter Pkw: 35.000 €. Ohne Unfallversicherung sind die Ersparnisse schnell aufgebraucht – immerhin kann er als Programmierer weiterarbeiten.

Ohne Versicherung75.000 € Eigenanteil
Leistungsumfang

Welche Leistungen übernimmt die Unfallversicherung?

Invaliditätsleistung

Kapitalzahlung abhängig vom Grad der Invalidität. Bemessungsgrundlage ist die Gliedertaxe: Sie legt fest, wie viel der vereinbarten Summe z. B. bei Verlust eines Körperteils gezahlt wird. Für einzelne Berufsgruppen – etwa Mediziner oder Musiker – gibt es Tarife mit speziell abgestimmten Gliedertaxen.

Unfallrente

Ab einem bestimmten Invaliditätsgrad – meist 50 % – eine lebenslange monatliche Rente. Der Einkommensersatz, wenn der „Versorger" dauerhaft ausfällt.

Todesfallleistung

Verstirbt die versicherte Person innerhalb eines Jahres durch einen Unfall, wird die vereinbarte Todesfallsumme gezahlt – ähnlich einer Risikolebensversicherung, etwa für die Beerdigungskosten.

Krankenhaustagegeld & Genesungsgeld

Für jeden Tag eines unfallbedingt nötigen Krankenhausaufenthalts. Nach der Entlassung gibt es das Genesungsgeld für ebenso viele Tage, wie die Klinik dauerte – meist mit Obergrenze.

Unfall-Krankentagegeld

Braucht es nach einem Unfall eine längere Krankschreibung, zahlt der Arbeitgeber sechs Wochen, danach die Kasse das deutlich niedrigere Krankengeld. Das Unfall-Krankentagegeld füllt auf das gewohnte Einkommen auf.

Übergangsleistung

Nicht jede Invalidität ist dauerhaft – teure Hilfsmittel in der Genesung aber schon. Besteht etwa sechs Monate nach dem Unfall noch eine Beeinträchtigung von 50 %, wird die vereinbarte Übergangsleistung gezahlt. Je nach Versicherer weitere Bausteine möglich.

Progression erklärt

Wie wirkt sich die Progression auf die Leistung aus?

Die Höhe der Invaliditätsleistung hängt von drei Faktoren ab: der vereinbarten Grundsumme, dem Invaliditätsgrad laut Gliedertaxe – und der Progression. Beispiel: Grundsumme 100.000 €, vollständiger Verlust der Sehkraft eines Auges (50 % Invalidität).

ProgressionFunktionsweiseAuszahlung
Keine ProgressionDer Prozentsatz laut Gliedertaxe wird ausgezahlt50.000 €
300 %Die ersten 25 % Invalidität auf Basis der Grundsumme, die nächsten auf Basis der dreifachen Grundsumme100.000 €
500 %Die ersten 25 % Invalidität auf Basis der Grundsumme, die nächsten auf Basis der fünffachen Grundsumme150.000 €

Progressionsverläufe beispielhaft; sie können je nach Bedingungswerk abweichen. Quelle: VEMA-Sparteninformation, Stand 01/2025.

Mehrleistung, wenn es am nötigsten ist

Je höher der Invaliditätsgrad und je höher die Progression, desto höher die Leistung. Bei schwerer Invalidität braucht der Betroffene besonders viel Geld, um sein Umfeld anzupassen – die Progression hilft genau dann. Was in der Gliedertaxe nicht gelistet ist, bewertet ein Arzt; teilweise Funktionsunfähigkeit wird anteilig berücksichtigt.

Gut zu wissen

Was Sie außerdem wissen sollten

Für wen?

Für jede natürliche Person – Kinder, Berufstätige, Hausfrauen und -männer, Rentner. Gerade wer keine BU bekommt, braucht sie.

Wo und wann?

Weltweit, rund um die Uhr, bei Beruf, Sport, Haushalt und Reise. Ausgeschlossen sind meist nur Extremrisiken wie Rennfahrer.

Grundsumme

Nicht zu niedrig wählen: Als Richtwert gilt das Zwei- bis Dreifache des Jahresbruttos bei 225 % Progression – wir rechnen das individuell.

Grenzen

Krankheiten und Kräfteverfall lösen keine Leistung aus. Für die Arbeitskraft ist die Unfallversicherung Ergänzung, nicht Ersatz der BU.

Häufige Fragen

Gut zu wissen

Bin ich nicht gesetzlich unfallversichert?
Nur bei der Arbeit, in Schule/Kita und auf dem direkten Weg. 70 % aller Unfälle passieren in der Freizeit – dort besteht kein Schutz.
Was ist die Gliedertaxe?
Eine Tabelle, die jedem Körperteil einen Invaliditätsgrad zuordnet – z. B. Verlust eines Auges 50 %. Danach berechnet sich die Kapitalleistung.
Welche Progression ist sinnvoll?
Üblich sind 225 bis 500 %. Höhere Progression bedeutet mehr Geld bei schwerer Invalidität – genau dort, wo Umbau und Pflege teuer werden.
Ersetzt die Unfallversicherung die BU?
Nein. Die meisten Menschen werden durch Krankheit berufsunfähig – dann leistet die Unfallversicherung nicht. Beide ergänzen sich.
Sind Kinder mitversichert?
Nicht automatisch – Kinder brauchen eine eigene (sehr günstige) Unfallversicherung oder werden im Familienvertrag mitversichert.
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Diese Sparteninformation dient ausschließlich der allgemeinen Information über eine Versicherung sowie mögliche Leistungs- und Schadenfälle. Sie ist eine unverbindliche Orientierungshilfe und ersetzt keine individuelle Beratung. Maßgeblich sind allein die Bedingungen des jeweiligen Tarifs sowie die jeweils geltenden gesetzlichen Regelungen. Eine Gewähr für Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität wird nicht übernommen. Stand: 01/2025

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