Kinder­absicherung

Schutz für die Schutzbedürftigsten

Über die Hälfte aller Kinderunfälle passieren zu Hause – ohne jeden gesetzlichen Schutz. Wird ein Kind durch Krankheit oder Unfall nie für sich selbst sorgen können, wird es irgendwann zum Sozialfall. Dabei kostet umfassender Schutz für Kinder oft nur wenige Euro im Monat.

Über die Hälfte aller Kinderunfälle passieren zu Hause – ohne jeden gesetzlichen Schutz. Wird ein Kind durch Krankheit oder Unfall nie für sich selbst sorgen können, wird es irgendwann zum Sozialfall. Dabei kostet umfassender Schutz für Kinder oft nur wenige Euro im Monat.

Worum es geht

Wer kommt für die Kosten auf?

Ob Eltern jemals aufhören, sich um ihre Kinder zu sorgen? Vermutlich nicht – man kann nicht ständig bei ihnen sein. Kinder bedenken Gefahren bei ihrem Handeln meist nicht. Da kann viel passieren. Wer zahlt dann? Und wie steht es um die finanzielle Zukunft eines Kindes, das nie ein eigenes Einkommen erzielen wird?

Für krankheitsbedingte Invalidität bietet das Sozialsystem Kindern keinerlei Schutz – Erwerbsminderungsrente gibt es nur nach eigenen Beitragsjahren, eine Mitversicherung über die Eltern wie bei der Krankenkasse existiert nicht. Die gute Nachricht: Da Beiträge für Kinder deutlich günstiger kalkuliert sind, lässt sich der nötige Schutz mit überschaubarem Aufwand aufbauen – auch als sinnvolles „Geschenk" von Großeltern.

Aus der Praxis

Reale Beispiele

Treppensturz

Der fünfjährige Phillip stürzt bei der Großmutter die alte Treppe hinab: Prellungen, Unterarmbruch – und ein Blutgerinnsel im Gehirn. Die Klinik entfernt es, doch die Schädigung bleibt: Phillip wird nie ohne fremde Hilfe leben können. Die Behandlung zahlt die Kasse; Hausumbau und Intensivtherapie gehen zulasten der Eltern.

Ohne KinderunfallEltern zahlen

Herzfehler

Bei der zweijährigen Lisa wird ein schwerer Herzfehler diagnostiziert. Ein Spezialist in Heidelberg hat solche Fälle erfolgreich operiert – rechnet aber nur per Honorarvereinbarung ab. Die Kasse übernimmt einen Teil; für den Rest müssen die Eltern mit der Hausbank über einen größeren Kredit verhandeln.

Ohne Kinder-KrankenzusatzKredit
Grundlagen

Wo die Versorgungslücken liegen

Kranken- und Pflegeschutz

Über die Familienversicherung sind Kinder gesetzlich kranken- und pflegeversichert – im Rahmen des Leistungskatalogs. Die großen Lücken: Spezialisten mit Honorarvereinbarung, Rooming-in, hochwertige Hilfsmittel wie eine moderne Handprothese, Pflegekosten. Privatversicherte Eltern können Kinder im eigenen Umfang mitversichern.

Unfallbedingte Invalidität

Gesetzlicher Unfallschutz gilt nur in Kita, Schule und auf dem direkten Weg – der Großteil aller Unfälle passiert aber daheim, über die Hälfte davon bei Kindern unter fünf. Die gesetzliche Leistung ist bescheiden: Rente erst ab 20 % Erwerbsminderung; ein unter Sechsjähriger erhält bei 100 % dauerhafter Minderung maximal 659,17 € monatlich.

Krankheitsbedingte Invalidität

Hier bietet das Sozialsystem Kindern keinerlei Schutz. Erwerbsminderungsrente setzt eigene Beiträge und Anwartschaftszeiten voraus. Kann ein Kind nach schwerer Krankheit nie für sich selbst sorgen, wird es gezwungenermaßen zum Sozialfall.

Leistungsumfang

Die Bausteine der Kinderabsicherung

Schwerpunkt auf die Bereiche, in denen hohe Kosten schlummern und für Familien zur echten Belastung werden. Brille, Heilpraktiker, Kieferorthopädie sind unschön – aber nicht existenzbedrohend.

1. Kinderunfallversicherung

Der wichtigste Baustein: Invaliditätsleistung mit nicht zu niedriger Grundsumme und Progression, denn die Kosten steigen mit dem Invaliditätsgrad. Dazu Unfallrente als echter Einkommensersatz, Kosmetische Operationen (z. B. nach Verbrennungen im Gesicht), Bergungskosten. Sehr niedrige Beiträge.

2. Kinder-Krankenzusatz

Beiträge für Kinder werden ohne Altersrückstellungen kalkuliert – entsprechend niedrig: Ein stationärer Tarif mit Einbettzimmer, Unterbringung eines Elternteils und Honorarvereinbarung des Spezialisten kostet kaum 5 € im Monat. Dazu Pflegetagegeld für den Pflegefall.

Zur stationären Zusatzversicherung →

3. Arbeitskraft & Grundfähigkeiten

Eine BU ist meist erst ab dem 10., einzelne Tarife ab dem 6. Lebensjahr möglich. Die Grundfähigkeitsversicherung schon ab dem 6. Lebensmonat: Sie leistet monatlich, wenn Fähigkeiten gar nicht erst entwickelt oder verloren werden – oft bis zum Ende des Erwerbslebens, mit späterem Wechsel in eine vollwertige BU ohne neue Gesundheitsprüfung.

Die Gesundheitsprüfung so früh wie möglich nehmen

Durch die hohe Untersuchungsdichte werden bei Kindern heute früh gesundheitliche Auffälligkeiten festgestellt. Das erhöht die Behandlungschancen – verbaut aber oft den späteren Zugang zu uneingeschränktem BU-Schutz. Deshalb: Tarife mit Option auf spätere BU, die nur zu Vertragsbeginn eine Gesundheitsprüfung vorsehen – am besten kurz nach der Geburt. Alternativ leisten „Multi-Renten" als Unfallrente auch bei Organschäden durch Krankheit, Verlust von Grundfähigkeiten und Pflegebedürftigkeit.

Gut zu wissen

Was Sie außerdem wissen sollten

Beiträge

Kinder-Tarife sind deutlich günstiger kalkuliert als die für Erwachsene – umfassender Schutz oft für unter 20 € im Monat.

Geschenk von Großeltern

Statt Spielzeug: Eine Kinderabsicherung oder ein Vorsorgevertrag ist ein Geschenk, das ein Leben lang wirkt – Versicherungsnehmer können auch die Großeltern sein.

Zeitpunkt

Unfall und Krankenzusatz ab Geburt, Grundfähigkeit ab 6 Monaten, BU-Option so früh wie möglich – jede Untersuchung kann später ein Ausschluss sein.

Übernahme

Steht das Kind im Berufsleben, übernimmt es die Verträge – ohne die anfängliche Belastung der Abschlusskosten und ohne neue Gesundheitsprüfung.

Häufige Fragen

Gut zu wissen

Sind Kinder nicht gesetzlich unfallversichert?
Nur in Kita, Schule und auf dem direkten Weg. Zu Hause, beim Spielen, im Urlaub: nein – und dort passieren die meisten Unfälle.
Welcher Baustein ist der wichtigste?
Die Kinderunfallversicherung mit hoher Invaliditätssumme und Progression – gefolgt von Grundfähigkeitsschutz gegen krankheitsbedingte Invalidität.
Ab wann kann mein Kind eine BU bekommen?
Meist ab 10 Jahren, einzelne Tarife ab 6. Eine Grundfähigkeitsversicherung mit BU-Option gibt es ab dem 6. Lebensmonat.
Was kostet das?
Ein stationärer Kinder-Zusatztarif kaum 5 € monatlich, Unfall und Grundfähigkeit wenige Euro – ein Gesamtpaket meist unter 20 €.
Können Großeltern die Versicherung abschließen?
Ja – als Versicherungsnehmer und Beitragszahler, das Kind ist versicherte Person.
Beratung zur Kinderabsicherung bei VIALOG

Schutz, der ein Leben lang wirkt

Wir stellen aus über 80 Versicherern das Kinderpaket zusammen – Unfall, Krankenzusatz, Grundfähigkeit mit BU-Option – und nehmen die Gesundheitsprüfung, solange sie noch leicht ist. Unabhängig und kostenfrei.

Diese Sparteninformation dient ausschließlich der allgemeinen Information über eine Versicherung sowie mögliche Leistungs- und Schadenfälle. Sie ist eine unverbindliche Orientierungshilfe und ersetzt keine individuelle Beratung. Maßgeblich sind allein die Bedingungen des jeweiligen Tarifs sowie die jeweils geltenden gesetzlichen Regelungen. Eine Gewähr für Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität wird nicht übernommen. Stand: 01/2026

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