Die Durchschnittsrente liegt bei rund 1.100 € brutto – vor Kranken- und Pflegebeitrag und Steuern. Wer im Ruhestand seine heutige Lebensqualität halten will, muss selbst sparen. Die private Rentenversicherung ist dafür eines der flexibelsten Produkte überhaupt: lebenslange Rente, Steuervorteil, Kapitalwahlrecht.
Die Durchschnittsrente liegt bei rund 1.100 € brutto – vor Kranken- und Pflegebeitrag und Steuern. Wer im Ruhestand seine heutige Lebensqualität halten will, muss selbst sparen. Die private Rentenversicherung ist dafür eines der flexibelsten Produkte überhaupt: lebenslange Rente, Steuervorteil, Kapitalwahlrecht.
Es ist keine Neuigkeit: Die gesetzliche Rente reicht nicht. Die Durchschnittsrente liegt bei etwa 1.100 € brutto, nach mindestens 45 Beitragsjahren bei rund 1.670 € – abzüglich Kranken- und Pflegebeitrag und gegebenenfalls Steuern. Und das setzt voraus, dass Ihnen Arbeitslosigkeit, längere Krankheit, Erziehungs- oder Pflegezeiten erspart bleiben und Sie bis 67 arbeiten. Wer kann heute all diese Hürden nehmen?
Das Umlagesystem stammt aus Bismarcks Zeiten: Viele Beitragszahler finanzieren heute die Rentner von heute, Rücklagen sind nicht vorgesehen. Niedriglohnjobs, gebrochene Erwerbsbiografien, steigende Lebenserwartung und niedrige Geburtenrate lassen es seit Jahrzehnten hinken – am Leben gehalten durch massive Steuerzuschüsse. Der Staat selbst schreibt es in jede Renteninformation: Sie müssen für das Alter zusätzlich sparen.
Im ersten Schritt ist es egal, wie Sie sparen – Hauptsache, Sie bauen einen Kapitalstock auf. Im zweiten Schritt unterscheiden sich Sparplan und Rentenversicherung in zwei Punkten mit enormer Auswirkung: der Besteuerung der Auszahlung und der Verrentung.
Für lebenslange Renten wird nur der sogenannte Ertragsanteil besteuert – im Alter 67 nur 17 %. Selbst bei 42 % Spitzensteuersatz müssten von 100 € Monatsrente maximal 7,14 € abgeführt werden. Der Großteil bleibt steuerfrei.
Wählen Sie nach mindestens 12 Jahren Laufzeit ab dem 62. Lebensjahr die Kapitalauszahlung, ist der Ertrag nur zur Hälfte steuerpflichtig. Bei Fondspolicen (Verträge ab 2018) kommt eine Teilfreistellung von 15 % hinzu: Zu versteuern sind dann nur 42,5 % der Erträge – bei 42 % Steuersatz effektiv 17,85 %.
Beim Bankprodukt – Sparbuch, Tagesgeld, Fondssparplan – fällt auf jeden Ertrag laufend Abgeltungsteuer an, über die gesamte Laufzeit. Am Ende steht spürbar weniger Kapital zur Verfügung als aus einer Rentenversicherung mit identischer Anlage.
Ihre gesetzliche Rentenlücke ist ein Leben lang präsent – also ergibt es Sinn, das Altersguthaben monatlich auszuzahlen. Eine garantierte, lebenslange Rente bietet ausschließlich eine Rentenversicherung. Egal, wie alt Sie werden: Sie zahlt. Und wenn Sie früh sterben, bleibt das Vertragsguthaben je nach Tarif Ihren Hinterbliebenen erhalten.
Ein Entnahmeplan aus einem Sparplan muss vorab festlegen, wie viele Jahre er laufen soll. Leben Sie nach Rentenbeginn 30 statt 25 Jahre, fällt die Zusatzrente für die letzten fünf Jahre einfach aus – genau in die Jahre, in die auch Pflegebedürftigkeit mit allen Kosten fällt. Bei durchschnittlich 6 Jahren Pflegedauer entstehen leicht Zuzahlungen von über 150.000 €, für die notfalls die Kinder haften (§ 1601 BGB).
Der Markt bietet eine Fülle von Ansätzen – drei Varianten haben in der Praxis Relevanz:
Der „Dinosaurier" im positiven Sinne: Ihre Beiträge fließen in den Deckungsstock des Versicherers, aktuell mit 1 % Garantiezins plus Überschüssen – die durchschnittliche laufende Verzinsung liegt derzeit bei ca. 2,53 % p. a. Streng regulierte Anlage, überwiegend festverzinslich. Konservativ, sehr sicher – ideal für alle, die sich nicht mit der Kapitalanlage beschäftigen möchten.
Anlage in Fonds, die Sie einzeln oder in Paketen („Baskets") wählen. Keine Garantieverzinsung, das Guthaben schwankt mit den Kursen – die Chance, sehr viel aus dem Geld zu machen, aber auch das Risiko eines Kurstiefs zum Rentenbeginn. Dagegen hilft das automatische Ablaufmanagement, das zum Laufzeitende schrittweise in sichere Papiere umschichtet. Für alle mit Grundverständnis und Optimismus für die Märkte.
„Das Beste aus beiden Welten": garantierte Mindestverzinsung oder mindestens Beitragserhalt, den Gesamtertrag strebt man mit Fonds an. Da Garantien rückgedeckt werden müssen, ist der Fondsanteil kleiner als in der reinen Fondspolice – der Ertrag wahrscheinlich geringer, der freie Fall in schlechten Zeiten aber gebremst.
Am Laufzeitende entscheiden Sie – erst dann, wenn Sie die Konsequenzen realistisch abschätzen können – zwischen lebenslanger Rente und einmaliger Kapitalabfindung.
Das Guthaben kann in vollem Umfang verpfändet werden, etwa für die Immobilienfinanzierung – die läuft oft sogar direkt über den Lebensversicherer.
In finanziell prekären Situationen: Policendarlehen bis zur Höhe des Guthabens, Teilentnahmen, Teilkündigung – oder notfalls die Auflösung (steuerliche Folgen beachten).
Der Monatsbeitrag ist anpassbar, Sonderzahlungen steigern das Ablaufergebnis.
Je nach Anbieter lässt sich die Rentenversicherung mit Zusatzbausteinen „bestücken": Beitragsbefreiung oder BU-Rente bei Berufsunfähigkeit, damit die Altersvorsorge auch dann weiterläuft. Einige Anbieter bieten Pflegeoptionen, die beim Vertragsablauf eine Pflegeergänzung ohne Gesundheitsprüfung ermöglichen.
Auch private Rentenversicherungen (Schicht 3) können den Schutz vor Pfändung und vor Verwertung bei Grundsicherung erhalten, wenn sie eindeutig der Altersvorsorge dienen (§ 12 SGB II) – etwa mit Auszahlungsbeginn im typischen Rentenalter und unter den Voraussetzungen des § 851c ZPO (Auszahlung frühestens ab 60, lebenslange Rente).
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