Rund 9 Billionen Euro Geldvermögen haben die Deutschen – der Großteil liegt fast unverzinst auf Girokonten. Wer Vermögen aufbauen will, kommt an Fonds nicht vorbei. Die Frage ist nur: Fondspolice oder Fondssparplan im Depot? Beides hat Stärken – und einen entscheidenden Unterschied bei der Steuer.
Rund 9 Billionen Euro Geldvermögen haben die Deutschen – der Großteil liegt fast unverzinst auf Girokonten. Wer Vermögen aufbauen will, kommt an Fonds nicht vorbei. Die Frage ist nur: Fondspolice oder Fondssparplan im Depot? Beides hat Stärken – und einen entscheidenden Unterschied bei der Steuer.
Geld zu sparen und privates Vermögen aufzubauen ist kein Luxus mehr, sondern Notwendigkeit: Inflation und demografischer Wandel setzen der gesetzlichen Rente zu. Seit jeher gelten die Deutschen als Sparer-Nation – rund 9 Billionen Euro Geldvermögen, der Großteil aber auf Girokonten. Sicherheitsbedürfnis, Bequemlichkeit und fehlendes Finanzwissen halten viele davon ab, Alternativen zu nutzen.
Girokonto, Tagesgeld und Sparbuch haben für den Vermögensaufbau ausgedient. Sowohl eine Fondspolice als auch die Direktanlage in Fonds können Sie beim Kapitalaufbau unterstützen – bevor Sie entscheiden, sollten Sie die wesentlichen Unterschiede kennen.
Ein Versicherungsvertrag mit regelmäßigen Einzahlungen, bei dem Ihre Beiträge direkt in einen oder mehrere Fonds fließen – mit garantiertem Rentenfaktor und breiter Streuung.
Beiträge erhöhen, senken oder aussetzen, Kapitalwahlrecht, Zuzahlungen, Entnahmen in Anspar- und Rentenphase, kostenlose Fondswechsel. Auf Wunsch eine Bruttobeitragsgarantie – die aber Rendite kostet und immer seltener angeboten wird.
Kosten: Abschluss- und Vertriebskosten, Kosten auf Beiträge und auf den Policenwert – ein Anbietervergleich lohnt sich.
Erst bei Auszahlung oder Verrentung wird versteuert. Nach 12 Jahren Laufzeit und ab 62 gilt das Halbeinkünfteverfahren plus 15 % Teilfreistellung: nur 42,5 % der Erträge sind mit dem persönlichen Steuersatz zu versteuern – bei 30 % Steuersatz effektiv 12,75 %. Für Renten gilt der günstige Ertragsanteil: bei Rentenbeginn mit 65 sind 18 % der Rente steuerpflichtig, bei 30 % Steuersatz also 5,4 %.
Wer sich nicht an einen Versicherer binden möchte, investiert über ein Depot direkt in Fonds – ab 50 € monatlich.
Jeden Monat werden für eine feste Rate Fondsanteile gekauft: 50 € bei 25 € Anteilspreis = zwei Anteile. Das Anlageinstrument ist dasselbe wie in der Fondspolice – gesetzliche Mindeststreuung, kein Einzeltitel über 10 %. Zur Wahl stehen Aktien-, Renten-, Misch-, Geldmarkt-, Dach-, Index- und offene Immobilienfonds – und ETFs, börsengehandelte Indexfonds mit deutlich geringeren laufenden Kosten.
Kurse schwanken – bei gleichbleibenden Raten kaufen Sie in schwachen Phasen automatisch mehr Anteile, in teuren weniger. Über die Zeit ergibt sich ein günstiger Durchschnittspreis. Wer dringend Geld braucht, verkauft einfach Anteile.
Abgeltungsteuer 25 % plus Soli und ggf. Kirchensteuer auf Dividenden und Gewinne – oberhalb des Sparerpauschbetrags (1.000 € / 2.000 € für Paare). Bei langer Laufzeit kostet das gegenüber der Fondspolice ein paar tausend Euro Rendite. Kosten: Ausgabeaufschlag, Fondsverwaltung (im Kurs enthalten), Depotgebühren.
| Fondspolice | Fondssparplan (Depot) | |
|---|---|---|
| Anlage | Fonds/ETFs im Versicherungsmantel | Fonds/ETFs direkt im Depot |
| Steuer in der Ansparphase | Keine – Erträge und Umschichtungen steuerfrei | Abgeltungsteuer 25 % + Soli auf Erträge über dem Pauschbetrag |
| Steuer bei Auszahlung | Halbeinkünfte + 15 % Teilfreistellung (ab 62, 12 Jahre); Rente nur mit Ertragsanteil | Abgeltungsteuer beim Verkauf |
| Lebenslange Rente | Ja, mit garantiertem Rentenfaktor | Nein – nur Entnahmeplan |
| Fondswechsel | Kostenlos, steuerneutral | Verkauf = Steuerereignis, ggf. Gebühren |
| Kosten | Abschluss-, Beitrags- und Policenkosten | Ausgabeaufschlag, Depot, Fondskosten |
| Verfügbarkeit | Entnahmen möglich, Kündigung mit Nachteilen | Jederzeit durch Anteilsverkauf |
| Geeignet für | Langfristige Altersvorsorge (10 Jahre +) | Kurz- bis mittelfristige Anlage, eigene Erfahrung sammeln |
Beide eignen sich für den Kapitalaufbau. Möchten Sie langfristig für die Altersvorsorge sparen, überwiegen die Vorteile der Fondspolice. Der Fondssparplan passt für alle, die eigene Erfahrungen am Kapitalmarkt sammeln möchten und kurz- bis mittelfristig anlegen. Viele kombinieren beides.
Mindestens zehn Jahre – schwächere Phasen hat Ihr Guthaben dann Zeit auszugleichen.
Zum Laufzeitende schrittweise in sichere Papiere umschichten, damit ein Kurstief nicht den Rentenbeginn trifft.
Ab 25 bis 50 € monatlich – der Zinseszinseffekt macht aus kleinen Raten über Jahrzehnte große Summen.
Effektivkosten der Police vs. TER der ETFs – wir rechnen beide Wege mit realen Zahlen durch.
Die Fondspolice als Rentenversicherung – lebenslange Rente inklusive.
Mehr erfahrenVL vom Arbeitgeber in einen Fondssparplan – mit 20 % Arbeitnehmersparzulage.
Mehr erfahren25 € monatlich ab Geburt – der Zinseszins arbeitet 67 Jahre.
Mehr erfahrenFondsgebunden und steuerlich absetzbar – für Selbstständige.
Mehr erfahren
Wir beraten Sie fair und unabhängig, zeigen die Vorteile beider Produkte im Detail und finden die Anlagestrategie, die zu Ihrem Anlegertyp passt – kostenfrei.
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