Betriebliche Berufs­unfähigkeits­versicherung (bBU)

Das wertvollste Kapital absichern – über den Arbeitgeber

Ihr wertvollster Besitz ist nicht Haus oder Auto – es ist Ihre Arbeitskraft. Die betriebliche Berufsunfähigkeitsversicherung sichert sie über den Arbeitgeber ab: zu Gruppenkonditionen, meist ohne die gefürchteten Gesundheitsfragen und auf Wunsch aus dem Bruttogehalt.

Ihr wertvollster Besitz ist nicht Haus oder Auto – es ist Ihre Arbeitskraft. Die betriebliche Berufsunfähigkeitsversicherung sichert sie über den Arbeitgeber ab: zu Gruppenkonditionen, meist ohne die gefürchteten Gesundheitsfragen und auf Wunsch aus dem Bruttogehalt.

Worum es geht

Wenn die Arbeitskraft wegbricht

Was ist Ihr wertvollster Besitz? Rein rechnerisch ist es Ihre Arbeitskraft: Wer durch Krankheit oder Unfall seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, verliert über die Jahre oft ein Einkommen in Millionenhöhe. Die staatliche Erwerbsminderungsrente reicht im Ernstfall kaum zum Leben und greift nur unter sehr strengen Voraussetzungen.

Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung ist die logische Antwort – doch viele Menschen scheitern an den Gesundheitsfragen oder am Preis. Die betriebliche BU (bBU) öffnet diese Tür über den Arbeitgeber: Gruppentarife mit stark vereinfachter Gesundheitsprüfung, finanziert entweder komplett vom Betrieb als Benefit oder vom Mitarbeiter per staatlich geförderter Entgeltumwandlung aus dem Bruttogehalt.

Aus der Praxis

Berufsunfähigkeit trifft nicht nur Handwerker

Die häufigste Ursache für das vorzeitige Berufsende sind heute psychische Erkrankungen – drei typische Fälle aus dem Arbeitsalltag.

Die unsichtbare Krankheit

Ein Projektmanager arbeitet jahrelang am Limit – bis zum Zusammenbruch mit schwerer Depression und Burnout. Die Rentenkasse zahlt nicht, weil er theoretisch noch drei Stunden täglich als Pförtner arbeiten könnte. Die bBU verzichtet auf diese abstrakte Verweisung und zahlt die vereinbarte Rente im zuletzt ausgeübten Beruf.

UrsachePsyche

Wenn der Körper streikt

Ein Anlagenmechaniker hat 20 Jahre schwere Lasten getragen. Mit 45 sind Bandscheiben und Knie so geschädigt, dass keine Baustelle mehr geht. Eine private BU hätte ihn wegen Rücken-Vorerkrankungen abgelehnt – über die bBU mit vereinfachter Prüfung war er längst versichert und kann in Ruhe umschulen.

UrsacheVerschleiß

Der Schicksalsschlag

Eine Buchhalterin Mitte 30 erkrankt schwer an COVID-19 und leidet Monate später unter Fatigue und massiven Konzentrationsstörungen. Nach dem Krankengeld fällt ihr Gehalt komplett weg – die arbeitgeberfinanzierte bBU fängt den Einkommensverlust auf, während sie sich auf die Genesung konzentriert.

UrsacheLong COVID
Grundlagen

Der Schutzschirm über den Arbeitgeber

Die bBU ist ein Durchführungsweg der betrieblichen Vorsorge: Der Arbeitgeber schließt einen Gruppenvertrag, versichert ist die Arbeitskraft des einzelnen Mitarbeiters.

So läuft der Abschluss

  1. Der Arbeitgeber richtet einen Kollektivvertrag für die Belegschaft oder definierte Gruppen ein.
  2. Statt detaillierter Gesundheitsfragen genügt meist eine Dienstobliegenheitserklärung – die Bestätigung, dass der Mitarbeiter aktuell gesund im Betrieb arbeitet.
  3. Jeder Mitarbeiter erhält seine BU-Rente in vereinbarter Höhe – bei Berufsunfähigkeit bis zur Genesung oder bis zum Rentenalter.

Was die bBU leistet

  • Monatliche BU-Rente bei Berufsunfähigkeit im zuletzt ausgeübten Beruf
  • Kein Verweis auf andere Tätigkeiten (Verzicht auf abstrakte Verweisung) – anders als bei der staatlichen Erwerbsminderungsrente
  • Schutz bei Krankheit, Unfall und psychischen Erkrankungen
  • Konditionen eines Großkunden statt Einzeltarif
Ihr Nutzen

Win-win für beide Seiten

Für Arbeitgeber

  • Massiver Wettbewerbsvorteil im Recruiting – ein Obstkorb reicht längst nicht mehr
  • Bindet gute Mitarbeiter emotional und langfristig
  • Arbeitgeberfinanzierte Beiträge sind Betriebsausgaben
  • Einfache Verwaltung über einen Kollektivvertrag

Für Arbeitnehmer

  • Existenzieller Schutz zu Großkunden-Konditionen
  • Vereinfachte Gesundheitsprüfung statt unüberwindbarer Gesundheitsfragen
  • Steuervorteile bei Entgeltumwandlung – bares Geld gespart
  • Absicherung auch bei Vorerkrankungen, die privat zur Ablehnung führen würden
Details

Zwei Wege der Finanzierung

Arbeitgeberfinanziert

Der Betrieb zahlt die Beiträge komplett – ein starkes Benefit, das Mitarbeiter sofort spüren. Die Beiträge sind Betriebsausgaben.

Entgeltumwandlung

Der Mitarbeiter finanziert die bBU aus dem Bruttogehalt – staatlich gefördert, der Nettoeffekt ist deutlich kleiner als der Sparbetrag.

Mischform

Der Arbeitgeber bezuschusst die Entgeltumwandlung. Häufig lässt sich die bBU mit der betrieblichen Altersvorsorge kombinieren.

Warum die Erwerbsminderungsrente nicht reicht

Die staatliche Rente greift nur, wenn Sie in keinem Beruf mehr als drei Stunden täglich arbeiten können – und selbst dann liegt sie weit unter dem letzten Einkommen. Die bBU stellt auf Ihren konkreten Beruf ab und schließt genau diese Lücke.

Gut zu wissen

Was Sie außerdem wissen sollten

Für wen?

Für Betriebe, die im Wettbewerb um Fachkräfte ein echtes Benefit bieten wollen – und für Mitarbeiter, denen der Weg zur privaten BU wegen Vorerkrankungen versperrt ist.

Gesundheitsprüfung

Bei Gruppenverträgen genügt meist die Dienstobliegenheitserklärung. Die genauen Bedingungen hängen von Versicherer, Gruppengröße und Beruf ab.

Höhe der Rente

Die BU-Rente sollte die Lücke zwischen staatlicher Leistung und benötigtem Einkommen schließen. Wir berechnen den Bedarf pro Mitarbeitergruppe.

Bei Jobwechsel

Je nach Tarif kann der Mitarbeiter den Schutz privat weiterführen – häufig ohne erneute Gesundheitsprüfung. Darauf achten wir bei der Auswahl.

Häufige Fragen

Gut zu wissen

Was ist der Unterschied zur privaten BU?
Leistung und Prinzip sind gleich – der Zugang ist anders: Über den Gruppenvertrag des Arbeitgebers gelten vereinfachte Gesundheitsfragen und günstigere Konditionen. Wer privat abgelehnt würde, bekommt hier meist Schutz.
Was bedeutet „Verzicht auf abstrakte Verweisung"?
Der Versicherer darf Sie nicht auf einen anderen, theoretisch möglichen Beruf verweisen. Entscheidend ist, ob Sie Ihren zuletzt ausgeübten Beruf noch ausüben können.
Wer zahlt die Beiträge?
Entweder der Arbeitgeber als Benefit, der Mitarbeiter per Entgeltumwandlung aus dem Bruttogehalt – oder beide gemeinsam.
Sind psychische Erkrankungen mitversichert?
Ja. Sie sind heute die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit und in der bBU wie jede andere Erkrankung versichert.
Was passiert beim Ausscheiden aus dem Betrieb?
Je nach Tarif lässt sich der Vertrag privat fortführen, oft ohne neue Gesundheitsprüfung. Wir wählen Tarife, die diese Option bieten.
Beratung zur betrieblichen Berufsunfähigkeitsversicherung bei VIALOG

Sichern Sie das wertvollste Kapital Ihres Betriebs

Ob Sie als Geschäftsführer ein Konzept zur Mitarbeiterbindung suchen oder als Angestellter wissen möchten, welche Möglichkeiten es in Ihrem Betrieb gibt – der Weg zur bBU ist leichter, als Sie denken.

Diese Sparteninformation dient ausschließlich der allgemeinen Information über eine Versicherung sowie mögliche Leistungs- und Schadenfälle. Sie ist eine unverbindliche Orientierungshilfe und ersetzt keine individuelle Beratung. Maßgeblich sind allein die Bedingungen des jeweiligen Tarifs sowie die jeweils geltenden gesetzlichen Regelungen. Eine Gewähr für Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität wird nicht übernommen. Stand: 09/2026

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