Elementar- & Naturgefahren

Wenn das Wetter zum Betriebsrisiko wird

Hochwasser, Starkregen, Erdrutsch, Schneelast oder Erdbeben treffen auch das solideste Betriebsgebäude. Diese Gefahren sind nicht automatisch in der Gebäude- oder Inhaltsversicherung enthalten – erst der Elementar-Baustein schließt die Lücke.

Hochwasser, Starkregen, Erdrutsch, Schneelast oder Erdbeben treffen auch das solideste Betriebsgebäude. Diese Gefahren sind nicht automatisch in der Gebäude- oder Inhaltsversicherung enthalten – erst der Elementar-Baustein schließt die Lücke.

Worum es geht

Die wichtigste Deckungserweiterung

Unwetter, Überschwemmung, Erdbeben, Erdrutsch – selbst das solideste Gebäude kann dadurch schwer beschädigt werden. Ganz vermeiden lassen sich solche Ereignisse kaum. Aber man kann sie finanziell absichern.

Die Elementar- & Naturgefahrendeckung ist ein Zusatzbaustein zu Ihrer Betriebsgebäude- und Geschäftsinhaltsversicherung. Denn die klassische Deckung umfasst nur Feuer, Leitungswasser sowie Sturm/Hagel – Naturgefahren sind gesondert einzuschließen.

Angesichts des Klimawandels und immer häufigerer Wetterextreme ist diese Erweiterung für Betriebe fast schon Pflicht – zumal staatliche Hilfsfonds für Elementarschäden weitgehend gestrichen wurden.

Aus der Praxis

Reale Naturgefahren-Schäden

Diese Ereignisse zeigen, wie schnell Naturgewalten Betriebe treffen.

Überschwemmung

Bei der Flut im Ahrtal 2021 wurde mehr als jedes fünfte versicherte Haus beschädigt – doch nur 37 % waren überhaupt elementarversichert. Hohe Kosten entstehen v. a. durch Auspumpen, Reinigung & Trocknung.

Typischmittlere 5-stellige €

Erdrutsch

2009 riss in Nachterstedt (Sachsen-Anhalt) ein Erdrutsch ein Gebäude in den Concordia-See, ein weiteres wurde zur Hälfte mitgerissen. Solche Rutschungen sind über die Elementardeckung gedeckt.

FolgeTotalverlust möglich

Schneelast

Nasser, schwerer Schnee wurde für Dächer zur enormen Last. Vor allem Flachdachbauten wie Garagen, Hallen und Firmengebäude gaben oft nach.

BetroffenHallen & Flachdächer

Erdbeben

Das Beben von Roermond 1992 (Stärke 5,9) verursachte allein in Deutschland über 75 Mio. € Schaden. Schon leichte Beben lösen Ziegel oder verursachen Risse in der Fassade.

Schaden gesamt> 75 Mio. €

Starkregen & Rückstau

Überlastete Kanäle und niederschlagsbedingt austretendes Grundwasser drücken Wasser in Keller und Erdgeschoss – auch abseits von Flüssen ein wachsendes Risiko.

Risikoüberall möglich
Umfang

Diese Naturgefahren sind abgedeckt

Der Elementar-Baustein erweitert Ihre Gebäude- und Inhaltsdeckung um:

Überschwemmung & Hochwasser

Überflutung durch Witterungsniederschläge oder ausgetretenes Oberflächengewässer.

Starkregen & Rückstau

Wasser aus überlasteter Kanalisation und niederschlagsbedingt austretendem Grundwasser.

Erdbeben

Von losen Dachziegeln über Fassadenrisse bis zu schweren Gebäudeschäden.

Erdrutsch & Erdsenkung

Naturbedingtes Abrutschen oder Absacken von Erdmassen unter oder neben dem Gebäude.

Schneedruck

Belastung durch Schneemassen – ein Risiko besonders für Flachdächer und Hallen.

Vulkanausbruch

Auch diese – hierzulande seltene – Naturgefahr ist im Elementarumfang enthalten.

Wichtig zu verstehen

Grunddeckung vs. Elementar

Der entscheidende Punkt: Naturgefahren sind kein Automatismus, sondern eine bewusste Erweiterung.

Grunddeckung

Bereits in Gebäude & Inhalt

  • Feuer (Brand, Blitzschlag, Explosion)
  • Leitungswasser (Rohrbruch, Frost)
  • Sturm & Hagel

Enthalten in der Betriebsgebäude- und Geschäftsinhaltsversicherung.

Zusatzbaustein

Elementar- & Naturgefahren

  • Überschwemmung, Starkregen & Rückstau
  • Erdbeben, Erdrutsch & Erdsenkung
  • Schneedruck & Vulkanausbruch
  • Auf Wunsch: unbenannte Gefahren

Muss aktiv eingeschlossen werden. Nicht versicherbar bleibt u. a. Sturmflut.

Beste Abrundung: unbenannte Gefahren

Die bestmögliche Ergänzung ist die Deckung gegen unbenannte Gefahren: Statt einzelne Ereignisse aufzuzählen, geht der Versicherer den umgekehrten Weg und schließt nur wenige Ereignisse aus (z. B. Krieg, Vorsatz, Kernenergie). Versichert ist damit jedes Schadenereignis, das nicht ausdrücklich ausgeschlossen ist – so lassen sich auch viele „exotische" Ursachen absichern, die sonst durchs Raster fallen.

Warum jetzt

Der Klimawandel ist da

Mehr Wetterextreme

Experten sind sich weitgehend einig: In den kommenden Jahren müssen wir uns auf noch mehr Wetterextreme einstellen. Überschwemmung und Hochwasser sind dabei die Elementargefahren, die am häufigsten zu Versicherungsfällen führen.

Die hohen Kosten entstehen oft gar nicht aus der reinen Beschädigung, sondern aus Auspumpen, Reinigung und Trockenlegung – einen mit Schlamm gefüllten Keller wieder herzurichten, ist enorm aufwändig.

Weniger staatliche Hilfe

Mehrere Landesregierungen werben inzwischen aktiv für den Elementar-Einschluss. Der Grund: Eigentümer sollen stärker in die Eigenverantwortung genommen werden.

Deshalb wurden Hilfsfonds für Elementarschäden weitgehend gestrichen. Staatliche Hilfe erhält künftig in der Regel nur noch, wer sich nicht selbst hätte versichern können – wer auf eine mögliche Deckung verzichtet, geht leer aus.

Passt dazu

Für lückenlosen Sachschutz

Elementar erweitert Ihre Sachversicherung – gemeinsam ergeben diese Bausteine ein rundes Konzept.

Häufige Fragen

Gut zu wissen

Was zählt zu den Elementarschäden?
Dazu gehören Überschwemmung und Hochwasser, Starkregen und Rückstau, Erdbeben, Erdrutsch und Erdsenkung, Schneedruck sowie Vulkanausbruch. Feuer, Leitungswasser und Sturm/Hagel sind dagegen bereits in der Grunddeckung enthalten.
Ist Elementar in der Gebäude- oder Inhaltsversicherung automatisch enthalten?
Nein. Versichert sind nur die im Vertrag benannten Gefahren. Die Elementardeckung ist ein eigener Zusatzbaustein, der aktiv eingeschlossen werden muss – wir prüfen, ob und in welchem Umfang das für Ihren Standort sinnvoll ist.
Warum ist der Elementarschutz gerade jetzt so wichtig?
Wetterextreme nehmen mit dem Klimawandel zu, und staatliche Hilfsfonds wurden weitgehend gestrichen: Hilfe erhält künftig in der Regel nur, wer sich nicht hätte versichern können. Wer auf die mögliche Deckung verzichtet, trägt das Risiko allein.
Ist Sturmflut mitversichert?
Nein. Schäden durch Sturmflut sind sowohl in der Sturm- als auch in der Elementarschadenversicherung ausdrücklich ausgeschlossen.
Übernimmt die Elementardeckung auch Reinigung und Trocknung?
Ja. Gerade bei Überschwemmungen entstehen die hohen Kosten oft weniger aus der Beschädigung selbst als aus Auspumpen, Reinigung und Trockenlegung – diese Aufwendungen sind im Rahmen des versicherten Schadens abgedeckt. Für den Ertragsausfall während des Stillstands gibt es zusätzlich die Betriebsunterbrechung.
Beratung zu Elementar- und Naturgefahren bei VIALOG

Ist Ihr Betrieb gegen das Wetter von morgen gewappnet?

Wir prüfen Ihre Gefährdungslage und den bestehenden Schutz kostenfrei – und ergänzen die Elementardeckung passend zu Standort und Risiko.

Diese Sparteninformation dient ausschließlich der allgemeinen Information über eine Versicherung sowie mögliche Leistungs- und Schadenfälle. Sie ist eine unverbindliche Orientierungshilfe und ersetzt keine individuelle Beratung. Maßgeblich sind allein die Bedingungen des jeweiligen Tarifs. Eine Gewähr für Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität wird nicht übernommen. Stand: 06/2025

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